Ringe zählen kann jeder – den Zucchini-Cup nicht
Wie ich zu dieser Meinung komme? Nun, bei den meisten Bogenturnieren, bei denen auf Scheiben geschossen wird, werden die erzielten Ringe gezählt. Am Ende steht eine Zahl, die über die Platzierung des Schützen entscheidet.
Anders ist es bei unserem Zucchini-Cup: In der ersten Runde zählen noch alle Ringe von 10 bis 1. Danach wird der erlaubte Trefferbereich von Runde zu Runde kleiner – erst die 10, dann die 8, anschließend die 6 und so weiter, bis nur noch die 2 und 1 (Gold) übrig bleiben. Jeder Pfeil, der den erlaubten Bereich verfehlt, muss abgegeben werden.
Dadurch wird jedes „Danebenschießen“ zu einem spürbaren Verlust für den Schützen und setzt ihn mental unter Druck. Genau das macht den besonderen Reiz dieses Schießspiels aus. 😄
Und wo kommt nun die Zucchini ins Spiel?
Wie ihr inzwischen gelesen habt, wird natürlich nicht auf Zucchini oder anderes Gemüse geschossen. Das wäre dem Gemüse gegenüber schließlich ziemlich gemein. Nein – die Zucchini ist der Hauptpreis dieses Wettbewerbs.
Die Geschichte dazu begann vor vielen Jahren, als unser damaliger Trainer Uli auf dem Vereinsplatz Zucchini-Pflanzen anbaute. Einige überlebten den Schneckenbesuch und brachten tatsächlich Früchte hervor. Die reifen Zucchini mussten natürlich unter die Leute gebracht werden – und so entstand die Idee für unser etwas ungewöhnliches Turnier.
Seitdem sind Zucchini als Trophäen besonders begehrt. 🥒🏹
Vom Groß bis Klein – alle waren dabei
Nun, unser internationaler Zucchini-Cup fand bei super spätsommerlichen Temperaturen statt. Ob groß oder klein, ob jung oder alt – alle waren gekommen und gaben ihr Bestes. Und auch bei den Bögen war die ganze Bandbreite vertreten: Vom Compound-Bogen über Blank- und Langbogen bis hin zum Recurve-Bogen war alles dabei. Genau diese Mischung macht unseren Zucchini-Cup aus. Hier geht es nicht darum, wer normalerweise die meisten Ringe schießt.
Unterschiedliche Entfernungen – gleiche Herausforderung
Damit die unterschiedlichen Bogenklassen und Leistungsstände einigermaßen vergleichbar bleiben, wurde auch in diesem Jahr mit verschiedenen Entfernungen und Auflagengrößen geschossen.
Unser Sieger aus dem vergangenen Jahr, Compound-Schütze Sascha, bekam dabei eine besondere Aufgabe. Statt wie gewohnt auf 18 Meter zu schießen, ging es für ihn diesmal auf 50 Meter mit einer 40er Auflage.
Das klingt erst einmal nach einer ziemlich sportlichen Ansage. 😉 Doch Sascha zeigte, dass er auch mit diesem ungewöhnlichen Setting sehr gut zurechtkommt und weiterhin deutlich mithalten konnte.
Unsere Compound-Schützen, die erst seit wenigen Monaten mit dem Compound-Bogen schießen, sowie unser „Super-Blankbogenschütze“ David, schossen auf 25 Meter auf eine 80er Auflage.
Für alle anderen Schützen ging es auf die gewohnten 18 Meter auf eine 122-cm-Auflage.
Zwei Visierschützen mit besonderer Geschichte
Besonders erwähnen möchten wir in diesem Jahr auch unsere beiden Visierschützen Noa und Janina.
Noa schießt erst seit kurzer Zeit mit Visier und stellte sich damit einer zusätzlichen Herausforderung. Schließlich ist das Schießen mit Visier noch einmal etwas anspruchsvoller, da das Visier zusätzlich in den Bewegungsablauf beim Bogenschießen eingebunden werden muss.
Bei Janina war die Geschichte eine andere: Sie hatte seit Jahren mal wieder ein paar Pfeile fliegen lassen. Umso schöner, dass sie sich direkt beim Zucchini-Cup dieser besonderen Herausforderung stellte.
Und offensichtlich hatte sie dabei nicht alles verlernt. 😉
Wenn es plötzlich ins Stechen geht
Alle Teilnehmer haben ihr Bestes gegeben – und genau dadurch wurde es in diesem Jahr an der Spitze richtig spannend. Aber es kam, wie es immer kommt: Die Pfeile wurden von Passe zu Passe weniger. Einige trugen es mit Fassung, andere trauerten ganz doll um ihre „verlorenen“ Pfeile. 😉
Am Ende gab es das große Finale zwischen Raphael und Janina – und es kam zum Stechen. Pfeil für Pfeil wurde es enger und die Entscheidung musste immer wieder hinausgezögert werden.
Und dann die Überraschung: Janina konnte das Stechen für sich entscheiden!
Nach so langer Zeit wieder ein paar Pfeile zu schießen und dann gleich bei mehreren Stechen die Nerven zu behalten – das kann sich sehen lassen. 🏹
Am Ende geht es um den Spaß
Bei aller Spannung und dem sportlichen Ehrgeiz darf man beim Zucchini-Cup eines nicht vergessen: Der Spaß steht im Mittelpunkt.
Und deshalb war es am Ende auch gar nicht so wichtig, wer welche Runde gewonnen oder wie viele Pfeile abgegeben hatte.
Denn gewinnen konnte eigentlich jeder. Als Belohnung durfte sich am Ende jeder Teilnehmer eine Zucchini oder eine Chili mit nach Hause nehmen. 🥒🌶️
So gehört es sich schließlich bei einem ordentlichen Zucchini-Cup: ein bisschen sportlicher Ehrgeiz, ein bisschen Nervenkitzel, jede Menge Spaß – und am Ende etwas Gemüse für die Küche.
Wir freuen uns schon auf die nächste Runde und sind gespannt, wer dann um die nächste Zucchini kämpfen wird. 🥒🏹
Euer Frank
Noch warm von der Sonne, da lag Bogi ganz sacht,
der „Schweifsucher“ hatte ein Päuschen gemacht.
Doch plötzlich hörte er Pfeile fliegen –
und dachte: „Da muss ich hin, da will ich siegen!“Er sah, wie die Schützen um Ringe sich mühten,
wie Pfeile ins Gold oder daneben glühten.
Bei Raphael und Janina wurd’s plötzlich ganz knapp,
doch Janina holte sich den Sieg im Stechen ab.Am Ende war’s Bogi dann völlig egal,
ob Gold, ob Silber, ob Trefferzahl.
Denn Zucchini und Chili gab’s für Groß und Klein –
so darf ein Zucchini-Cup gerne sein!

















